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Arbeitsweise und Setup optimieren 13 Mär 2022 21:21 #1

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Rudimentär bin ich mit Stereoaufnahmen schon seit einigen Jahren vertraut, habe aber kürzlich beschlossen, mich ein wenig genauer in die Materie einzuarbeiten. dabei bin ich dann auf Cosima gestoßen (bisher kannte ich nur STPHMKR) und habe durch die Anleitungen schon eine ganze Menge dazugelernt.

Mein Hauptanliegen ist es, verschiedenen Aufnahmesituationen in der Weise gerecht zu werden, daß hinterher ein Stereobild entsteht, das "korrekt" dargestellt wird und "gut" zu betrachten ist.
Weniger in klassischer Projektion als in Form von "Schielbildchen" am Rechner oder Mobilgerät sowie auf Consumer HMDs wie Oculus/Quest.Was ich im Moment noch nicht ganz verstanden habe ist das Problem der Deviation, bzw. wie man das in den Griff bekommt, sollte sie einmal zu groß sein. Was ich verstehe, daß es einen Zusammenhang gibt zwischen der Projektionsgröße dem aufgenommenen Bildwinkel und der Stereobasis.

Bei meinen ersten Versuchen mit statischen Bildern lag die Deviation laut Cosima jenseits von Gut und Böse, gleichwohl hatte ich keine Probleme die Bilder im SBS auf dem Monitor darzustellen und zu erfassen. Allerdings sehe ich das Problem das auftreten kann, wenn die "Tiefe" zu groß ist, d.h. wenn ich mit zu kleiner Stereobasis zu nah an den Objekten bin.

Erschwerend in meinem Fall war es wohl, daß ich zunächst mit Weitwinkel Optiken unterwegs war, und man dann naturgemäß nah an die Motive ran will, um sie größer abzubilden. Beim ersten Anlauf war es ein altes 3D-Setup mit synchronisierten GoPros, ich dachte die Stereobasis sei klein genug für Abstände von wenigen Zentimetern, aber das war weit gefehlt :-)

Im nächsten Schritt habe ich ein Rig aus zwei Sony A6000 im Hochformat zusammengestellt, hier allerdings auch zunächst mit Weitewinkel (Äquivalent von 30mm, bezogen auf FF). Das geht schon besser, vor allem, weil ich i.d.R. das Motiv stärker beschneide, Auflösung ist ja ausreichend vorhanden. Damit ist auch das angehängte Motiv entstanden.

Allerdings sehe ich auch hier noch eine recht hohe Deviation, die sich deutlich verringert, sobald der Aufnahmeabstand größer wird bzw. wenn ich durch Beschnitt entsprechende Motivteile aus dem Bild nehme. Was ich mich hier jetzt frage: Ist das überhaupt notwendig bei Betrachtungen am Monitor, oder ist das nur relevant bei Großflächigen Projektionen? Wie richte ich Cosima ein, daß meine angestrebte Darstellungsform mit den entsprechenden Parametern berücksichtigt wird?

Das war jetzt etwas viel auf einmal, sorry dafür und danke für die Aufmerksamkeit.

Beste Grüße - Jürgen


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Arbeitsweise und Setup optimieren 14 Mär 2022 17:52 #2

  • Wolfgang
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Hallo,

man muss die Aufnahmeregeln einhalten auf der Homepage herpig-3d.de findest du alle erforderlichen Infos

mfG Wolfgang

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Arbeitsweise und Setup optimieren 14 Mär 2022 18:03 #3

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G. P. Herbig hat unter " Die 3 Goldenen Regeln der Stereofotografie " alles gut Verständlich aufbereitet.
Gruß
Tino
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Arbeitsweise und Setup optimieren 14 Mär 2022 19:04 #4

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Hallo Jürgen,
vielleicht kann ich da mit einigen Bemerkungen weiterhelfen?
Also zunächst einmal: die Forderung: Deviation <= Bildbreite/30 kommt aus der Projektion und ist aus der 70'-Minuten-Bedingung abgeleitet, und ja, im Detail hängt der genaue Wert noch davon ab, wie groß man projiziert, bzw. wie weit weg man von der Leinwand sitzt, näheres kann man hier nachlesen: www.herbig-3d.de/download/70-minuten.pdf. (In der Projektion ist übrigens das Divergenzverbot eine weitere elementare Forderung!)

Dir ging es aber eher um SBS-Darstellungen auf dem Monitor, und wie Du völlig richtig bemerkt hast, ist das viel unkritischer als bei der Projektion. Ich würde da jetzt keine Regel formulieren wollen, sondern einfach ausprobieren, was Dir gefällt. Wenn Du die Aufnahmen nur selber anschaust, gilt das sowieso! Wenn Du sie anderen zeigst, solltest Du mit der Deviation etwas zurückhaltender sein. Als Anhaltspunkt für SBS würde ich mit Bildbreite/20 anfangen.

Insgesamt hängt die Deviation von 3 Faktoren ab, dem Aufnahmeabstand, der Stereobasis und der Brennweite. Wenn Du lieber Formeln sehen möchtest, schaust Du hier: www.herbig-3d.de/download/variable_stereobasis.pdf, wenn Du nur das Resultat sehen möchtest, bietet sich ein Stereobasisrechner an, den gibt es z.B. auch von der DGS (als Web-App für das Smartphone): www.stereoskopie.org/calculus/index.html.

COSIMA kann die Deviation hinterher nicht mehr ändern, da muß man schon bei der Aufnahme aufpassen. Das einzige was COSIMA noch mit Deinen Bildern machen kann, ist das Setzen eines sauberen Scheinfensters. Wenn allerdings die Deviation zu groß ist, geht das nur mit einer zu großen Fernpunktdisparität.

Wenn Dich die genauen Disparitätswerte interessieren, betätige mal im COSIMA Postviewer die Taste D, dann werden die Deviationswerte im Bild eingeblendet.

Gruß, Gerhard
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Letzte Änderung: von cosima.

Arbeitsweise und Setup optimieren 14 Mär 2022 20:23 #5

  • jschrader
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Vielen Dank, Gerhard, das war genau die Info die mir gefehlt hat, bzw. du hast bestätigt was ich mir durch mein "learning by doing" bereits gedacht habe. Deine sehr hilfreichen "Regeln" kannte ich bereits vorher, konnte aber keinen unmittelbaren Hinweis auf die Darstellung am Monitor finden. Ich werde mit Breite/20 experimentieren und mal schauen wie weit ich damit komme. 

Ich nehme mit, man muß bei der Wahl der Standpunkte und Ausschnitte ein bißchen umdenken und eben auch die dritte Dimension mit berücksichtigen. Aus einem fertigen Stereobild, auch und gerade wenn es in Perfektion erstellt wurde, erschließen sich die Zusammenhänge ja nicht so ohne Weiteres, und ich habe schon an den Beiträgen hier im Forum gesehen, daß das ein weites Feld ist ^^. Mit deinen Angaben bin ich jetzt auf jeden Fall einen großen Schritt weiter.

Den Zusammenhang zwischen Scheinfenster und Fernpunktdisparität konnte ich bereits ausgiebig kennen lernen, Cosima ist dafür wirklich eine sehr große Hilfe. Jetzt habe ich wieder something to chew on, wie der Bayer sagt und werde berichten.

Beste Grüße - Jürgen

 

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